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DIE ENGEL

        Die Engel

Engel sitzen verteilt im Raum,ein jeder spricht eine andere Sprache.

Ihre Blicke,

richten sie auf den toten Leichnam, 

der mitten im Raume,

auf einem Teppich,

still an sich,

die Mechanismen der Biologie studierend,

liegt.

Blässe ziert seine Haut,

die Augen trübe von einem grauen Schleier überzogen,

denkend nach innen gekehrt.

DieHände liegen kraftentleert,

im toten Raum,

verbraucht,

Muskelleer.

Aus den Reihen der Engel,

entspringt ein leises Wehklagen,

über die Angst,

die sie kathedert mit dem Toten selbst.

Zwei Engel nehmen Stellung,

vor dem,

der da auf dem Teppich liegt.

Sie versuchen ihre Flügel aufzuspannen,

um den Toten,

vor dem Sog des gestern,

und des morgen,

frei zuhalten.

Sie stöhnen,

kraftverzehrt in den Wind,

der ihnen,

in die Flügel fährt.

Sie weißen das Leben von dem Toten.

Um ihn hinüber zuleiten,

in das andere Sein.

Doch ist der Sturm,

so stark,

dass sie langsam ihre Kräfte verlieren.

Die Stimmen der Engel,

klagen im Wind.

Schwarze Wolken bedecken den Horizont,

Unsichtbar doch hörbar,

steigen die Engel mit dem schlafenden Geist,

in die dunklen Wolken,

und ziehen mit dem Winde davon,

in eine andere Welt,

ohne ein gestern und ein morgen.

Ohne dem gewesenen und dem kommenden.

                                    geschrieben ca.Sommer 2006

                                                  copy DIRK THIERAUF

Erläuterung: Geschrieben im Sommer 2006. Erdacht in warmen Sommernächten in Berlin/Potsdam und Neuruppin. Erzählt es weniger eine Geschichte, sondern stellt eher eine beschriebene Bildersammlung da. Inspriet durch Walter Benjamin, Heiner Müller und dem Film: The Straight Story von David Lynch. Es gab Zeitgenossen, die eine wahrhaftige Interpretation von mir zu diesem Gedicht hören wollten. Leider, konnte ich ihnen nie eine Antwort geben. Es ist schwierig Bilder und Träume zu interpretieren. Und außerdem: Wäre es nicht schade um das Gedicht? Ich meine, so ganz ohne Interpretation, kann sich doch ein jeder Leser, seine eigene kleine Interpretation des Bildes machen. Ist dies nicht viel demkratischer?

02.01.2008  DIRK THIERAUF

                                                        

2.1.08 22:48
 


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