DIRK THIERAUF
 



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MEDITATION

 

Wenn es dein Wille ist,

mich nicht mehr sprechen zulassen,

so werde ich stumm sein,

und alles wäre so,

wie es war,

bevor ich gewessen bin.

 

Wenn es dein Wille ist,

mich nicht mehr lieben zulassen,

so werde ich nicht mehr lieben.

Und den Klang ihrer Stimme vergessen.

 

Wenn es dein Wille ist,

mich nicht mehr Sehnsüchtig,

von den zerbrochenen Bergen in das Tal

blicken zu lassen,

so werde auch ich,

die Sehnsucht und die Ideen vergessen,

die du mir hast anvertraut.

 

Und meine Gefühle,

sie flößen langsam den langen Fluss hinab,

der mündet im Meer der endlosen Nacht.

 

Und dort würde ich wartend,

ausharren,

bist du mir wieder das Gehör verleihst,

das ich bräuchte,

um im Pradiese,

die Worte,

zu verstehen,

die du mir erteilst.

dirk thierauf

9.10.08 22:02


WIEDER LEBENDIG ...

 

Ich habe die Seite etwas, aus den Augen verloren...

Doch nun...geht es weiter.

Am Wochende sah ich den letzten, noch lebenden Poeten in Berlin: LEONARD COHEN. Er spielte Drei Stunden lang. Und drei Stunden saß ich im Publikum und fragte mich, ob nicht schon alles erzählt seih?

Leonard Cohen ist der letzte, der größte POET. Neben mir saß Marcel Proust und weinte.

9.10.08 21:29


DIE ENGEL

        Die Engel

Engel sitzen verteilt im Raum,ein jeder spricht eine andere Sprache.

Ihre Blicke,

richten sie auf den toten Leichnam, 

der mitten im Raume,

auf einem Teppich,

still an sich,

die Mechanismen der Biologie studierend,

liegt.

Blässe ziert seine Haut,

die Augen trübe von einem grauen Schleier überzogen,

denkend nach innen gekehrt.

DieHände liegen kraftentleert,

im toten Raum,

verbraucht,

Muskelleer.

Aus den Reihen der Engel,

entspringt ein leises Wehklagen,

über die Angst,

die sie kathedert mit dem Toten selbst.

Zwei Engel nehmen Stellung,

vor dem,

der da auf dem Teppich liegt.

Sie versuchen ihre Flügel aufzuspannen,

um den Toten,

vor dem Sog des gestern,

und des morgen,

frei zuhalten.

Sie stöhnen,

kraftverzehrt in den Wind,

der ihnen,

in die Flügel fährt.

Sie weißen das Leben von dem Toten.

Um ihn hinüber zuleiten,

in das andere Sein.

Doch ist der Sturm,

so stark,

dass sie langsam ihre Kräfte verlieren.

Die Stimmen der Engel,

klagen im Wind.

Schwarze Wolken bedecken den Horizont,

Unsichtbar doch hörbar,

steigen die Engel mit dem schlafenden Geist,

in die dunklen Wolken,

und ziehen mit dem Winde davon,

in eine andere Welt,

ohne ein gestern und ein morgen.

Ohne dem gewesenen und dem kommenden.

                                    geschrieben ca.Sommer 2006

                                                  copy DIRK THIERAUF

Erläuterung: Geschrieben im Sommer 2006. Erdacht in warmen Sommernächten in Berlin/Potsdam und Neuruppin. Erzählt es weniger eine Geschichte, sondern stellt eher eine beschriebene Bildersammlung da. Inspriet durch Walter Benjamin, Heiner Müller und dem Film: The Straight Story von David Lynch. Es gab Zeitgenossen, die eine wahrhaftige Interpretation von mir zu diesem Gedicht hören wollten. Leider, konnte ich ihnen nie eine Antwort geben. Es ist schwierig Bilder und Träume zu interpretieren. Und außerdem: Wäre es nicht schade um das Gedicht? Ich meine, so ganz ohne Interpretation, kann sich doch ein jeder Leser, seine eigene kleine Interpretation des Bildes machen. Ist dies nicht viel demkratischer?

02.01.2008  DIRK THIERAUF

                                                        

2.1.08 22:48


            DIE ANGST

         DAS NARBENGELÄNDE,

         DAS GELEGEN UNTER MEINER HAUT,

         SICH DEM LEBEN ANHEFTET,

         WIE DER TRAUM,

         DEM SCHLAF.

          

         IMMER WIEDER:

         ERREICHEN MICH DIE ENTSENDETEN

         BLICKE,

         SPÄTER AUCHVEREINZELT:

         DIE ANGEBOTE,

         UND IMMER WIEDER:

          SIE TRISTE ALLEE IM HERBST,

          AUF DER ICH ALLEIN,

          ALS WANDERER,

          DEN ASPHALT BEGRÜSSE.

          IM NÄCHTLICHEN SCHLAF DANN:

          DIE SICH HERAUFBESCHWÖRENDEN

          BILDER,

          IRGENDWO ENTSTAMMEND AUS DEM

          UNTERGRUND MEINER VORAHNUNGEN:

          EIN GRABSTEIN.

       MEIN GRABSTEIN!

       AUF DER EINGEMEISSELT IN

          DICKEN LETTERN STEHT:

          ER HATTE IMMER ANGST!

       ANGST VOR DEM ALLEINE

       SEIN!

     

1.1.08 22:55


Herzlich wilkommen auf meiner Seite!

Ab heute können sie hier nachschauen, Gedichte finden oder mir einfach schreiben.... Zu mir : Dirk Thierauf mein Name, ich schreibe. Was ich schreibe? Zunächst Gedichte aber auch Geschichten... Meine Einflüsse sind vielschichtig : Literatur( Houellebecq, Laxness, Yukio Mishima,GENET...), Musik(EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN, BOYD RICE, Yann Thiersen, Pet Shop Boys, CURRENT 93  und noch tausend andere). FILME(David Lynch, Fassbinder, Lars von Trier, Fatih Akin...), Malerei/ KUNST(HERMANN NITSCH...)

1.1.08 22:34





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